Natur

Sonnenaufgang

Trotz recht schlechten Wetters in den letzten zwei Wochen, gab es doch ein paar Tage an denen wir den Sonnenaufgang beobachten konnten, wie hier von der Station aus hinter MAPO.
Sunrise behind MAPO

Insbesondere die Tage vor dem offiziellen Sonnenaufgang boten ein beeindruckendes Schauspiel aus Licht das in der Atmosphäre gebrochen wird und so über unseren Horizont schimmerte, inklusive grüner Blitze. Und nein, das sind alles keine kompressions Artefakte, das sieht wirklich so aus.

Despite the bad weather during the past couple weeks, there were still a few days during which we were able to observe the sunrise. This shot shows the sunlight as seen from the station behind MAPO.

Especially the days before the official sunrise provided an impressive display of light that was refracted in the atmosphere and therefore gleamed over our horizon, including green flashes. And no, those are all no compression artefacts, it really looked like this.

Dämmerung

Auch wenn der Sonnenaufgang erst in etwa zwei Wochen stattfinden wird, befinden wir uns schon seit ein paar Tagen in der nautischen Dämmerung. Der Horizont in Richtung Sonne ist entsprechend deutlich zu erkennen und an einem klaren Tag sieht man auch schon Rot und Orange.
Da es für die empfindlichsten unserer wissenschaftlichen Aurora-Kameras nun zu hell ist, wurden sie vergangenen Mittwoch abgeschaltet und wir konnten nach gut vier Monaten unsere Fensterabdeckungen wieder entfernen.

Hier noch die zum star-trail Bild gehörige Zeitrafferaufnahme.

 

Although sunrise will only be in about two weeks from now, we have been in the state of nautical twilight for a few days now. Therefore the horizon is clearly visible in the direction of the sun and on a clear day it is possible to see some red and orange.
Since it is now too bright for the most sensitive of our scientific Aurora cams, they were shut off last Wednesday. We then were allowed, after about four months, to remove our window covers again.

Auroras I

Die ersten mehr oder weniger gelungenen Aurora Bilder.

The first more or less successful Aurora pictures.

Aurora Zeitraffer mit Blick von der Station zum Dark Sector.


Aurora timelapse looking from the station to the Dark Sector.

Die gleiche Perspektive, aber mit deutlich helleren Auroras.


The same view, but much brighter Auroras.

Yukimarimos

Eine neben den Auroras weitere Naturerscheinung, die es nur in den Polarregionen gibt sind die sogenannten Yukimarimos. Dabei handelt es sich um Bälle aus Eiskristallen, die sich unter sehr spezifischen Bedingungen bilden können und etwa die Größe eines Tennisballs erreichen.

Yukimarimos entstehen bei schnellen Wetterwechseln und sehr niedrigen Temperaturen. Bewegt ein Sturm-Hoch feuchtere Luft über das antarktische Plateau, bildet sich bei anschließender schneller Abkühlung Reif. Am Südpol ist dies jedoch nur während der Zeiten von Sonnenauf- und Untergang der Fall. Weht zudem ein mäßiger Wind wird dieser Reif langsam über das Plateau geweht. Auf Grund elektrostatischer Anziehung zwischen den gebildeten Kristallen Klumpen einzelne Kristalle zusammen und es kommt zu einem Schneeballeffekt, der größere Yukimarimos erzeugt.

Da es sich um eine sehr schwache Bindung handelt, bleibt die Dichte der Yukimarimos sehr klein. Sie sind nahezu transparent und wiegen nur wenige Gramm.

In addition to Auroras, another natural phenomena only present in the Arctic regions are the so called Yukimarimos. They are balls made out of ice crystals that are formed under very specific conditions and that can reach the size of a tennis ball.

Yukimarimos are created during fast changes of weather and very low temperatures. If a high pressure system is moving air that is more moist over the Antarctic plateau, hoarfrost is created if the temperature falls rapidly afterwards. At the South Pole this is only the case during the times of sunrise and sunset. If a moderate wind is going the hoarfrost crystals fall apart and are transported across the plateau. Due to electro static attraction between the ice crystals, they clump together and can form Yukimarimops with increasing size.

Since the binding of the crystals is rather weak, the density of the Yukimarimos is very small. They are almost transparent and weigh only a few grams.